Hey, ich heisse

Finn

Fakten

Männlich

02/2023

Mittel

kastriert

gesund

Das bin ich...

Finn – Tierschutzhund aus Portugal sucht dringend sein liebevolles Zuhause!

Finn kam Anfang Juli 2023 zu uns – ein kleiner und unsozialisierter Junge, etwa 5 Monate alt. Mittlerweile ist das Jahre her, die Zeit verstrich, doch nie fanden sich Menschen für ein Für Immer oder eine Pflegestelle.

Finn lebt seit Mitte Mai auf dem Tierschutzhof unserer portugiesischen Partnerorganisation mimodogs. Und gerade bei ihm lohnt sich ein genauer Blick auf die Entwicklung der letzten Wochen. Denn Finn zeigt sehr deutlich, was möglich wird, wenn ein Hund die Zeit, Sicherheit und passende Begleitung bekommt, die er braucht.

Finn war über lange Zeit in seiner Entwicklung blockiert und kam sehr mager auf den Hof. Vor allem die Kommunikation mit Menschen war für ihn schwierig. Blickkontakt, Annäherung oder eine direkte Ansprache konnten bei ihm lange dazu führen, dass er sich möglichst unsichtbar machen wollte.

Auf dem Hof hat sich das inzwischen grundlegend verändert.

Finn hat sich sehr schnell in die festen Abläufe eingefunden und darüber begonnen, Vertrauen und Orientierung aufzubauen. Besonders über Blickkontakt, Lob und ruhige, vorhersehbare Interaktion entsteht inzwischen eine echte Verbindung zu seinen Bezugspersonen. Er reagiert sehr fein auf deren Körpersprache und sucht zunehmend aktiv Rückmeldung.

Auch im Handling hat Finn große Schritte gemacht. Als Bezugsperson kann man sich ihm inzwischen mit normaler, ruhiger Körpersprache nähern, ihn anleinen und aus verschiedenen Situationen herausführen. Im gesicherten Auslauf kann er mittlerweile frei laufen und braucht dort nicht dauerhaft die Unterstützung einer Schleppleine. Er lässt sich gut umlenken und nimmt Orientierung sehr viel selbstverständlicher an.

Das ist für uns eine bemerkenswerte Entwicklung, gerade weil Finn nicht einfach „mutiger“ geworden ist, sondern gelernt hat, dass Kommunikation mit Menschen funktionieren kann.

Körperliche Nähe fordert er noch nicht aktiv ein. Wenn seine Bezugsperson ihm Streicheleinheiten anbietet, genießt er diese inzwischen aber sehr. Auch hier möchten wir nichts erzwingen: bei Finn geht es darum, Vertrauen über viele kleine, positive Erfahrungen weiter wachsen zu lassen.

Gleichzeitig kommt immer mehr von seinem eigentlichen Charakter zum Vorschein. Finn spielt gerne, buddelt mit großer Begeisterung und zeigt dabei sehr deutlich seine Podengo-Seite. Mit zunehmender Sicherheit rechnen wir deshalb auch mit mehr jagdlicher Motivation. Umweltreize selbst sind für ihn aktuell weniger problematisch – die größere Herausforderung bleibt der Kontakt zu fremden Menschen.

Genau deshalb braucht Finn Menschen, die Erfahrung mit vorsichtigen und unsicheren Hunden mitbringen und verstehen, dass Sicherheit nicht durch Druck entsteht. Er braucht Menschen, die Situationen vorausschauend einschätzen, ihm nicht unnötig Verantwortung übertragen und ihn mit ruhiger, klarer Körpersprache durch neue Erfahrungen führen.

Ein souveräner Ersthund wäre aus unserer Sicht sehr wertvoll. Er ist sozial mit anderen Hunden und orientiert sich an ihnen. Ein Ersthund kann ihm im neuen Zuhause Sicherheit geben und ihm helfen, neue Situationen einzuordnen. Ein Leben als Einzelhund wäre grundsätzlich denkbar, würde von ihm aber deutlich mehr Eigenständigkeit verlangen.

Finn ist noch vorsichtig. Er wird beim Einzug in ein neues Zuhause nicht einfach dort weitermachen, wo er auf dem Hof aufgehört hat. Eine neue Umgebung und vor allem neue Menschen werden zunächst wieder einige Fragezeichen mitbringen. Aber er bringt inzwischen etwas Entscheidendes mit: die Erfahrung, dass Vertrauen möglich ist und dass er sich an seinen Menschen orientieren kann.

Und genau deshalb sehen wir ihn jetzt bereit für die nächsten Schritte. Mit Menschen, die erkennen, wie viel in diesem sanften Jungen steckt, und die bereit sind, ihm mit Geduld, Erfahrung und Feingefühl weiter die Welt zu eröffnen.

Finn ist entwurmt, geimpft und gechipt und kastriert. Er hat eine Schulterhöhe von 45 cm mit 14,5 Kilo. Seine Blutuntersuchung auf Mittelmeerkrankheiten ist negativ.

Relevant für InteressentInnen aus Österreich oder der Schweiz: Finn hat eine verkürzte Rute (bob tail). Diese ist natural born und auch weitere Geschwister und Halbgeschwister weisen diese auf. Seine Mutter war eine Straßenhündin, eine ausgesetzte Jagdhündin.

Finn ein fürsorgliches und sicheres Zuhause zu schenken, dann melde dich bei uns. 

Wir freuen uns sehr auf euch!

Mein Charakter

Finn sucht Menschen mit Know-how, die ihn aus seiner Schale locken. Fordern und fördern, das wünschen wir uns für diesen sanften, so zurückhaltenden Jungen.

Alles auf einen Blick

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Die Hoffnungspfoten e.V.

Wir sind eine Tierschutzorganisation. Das Wohl der Tiere steht bei der Vermittlung im Vordergrund. Unsere Tiere werden nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr vermittelt.

Finn

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